— Meine Schwester braucht eine prachtvolle Hochzeit, sie heiratet nur einmal!

Sie goss Öl hinein — viel, großzügig, damit es zischte und spritzte.

Dann drehte sie das Gas voll auf.

Als das Öl zu rauchen begann, legte sie den Fisch in die Pfanne.

Der scharfe, eigentümliche, allgegenwärtige Geruch von gebratenem Seelachs, gemischt mit dem Rauch des überhitzten Öls, stieg in einer dichten Wolke zur Decke auf und kroch in Richtung Flur, drang in jede Ritze, sog sich in die Tapeten, in die Kleidung und natürlich in das, was im Zimmer hing.

Natalja riss die Küchentür weit auf.

Sie setzte sich auf den Hocker, legte die Hände auf die Knie und wartete, während sie diesen fetten, schweren Geruch einatmete, der ihr nun wie der Duft der Vergeltung vorkam.

— Wieso stinkt das so?

Mein Gott, wonach stinkt das hier?!

Sergejs Schrei zerriss die schwere, klebrige Morgenstille.

Er schoss in Unterhose aus dem Schlafzimmer, sog gierig die Luft durch die Nase ein und begann sofort zu husten.

In der Wohnung stand ein dichter, fast greifbarer Gestank von überbratenem, ranzigem Fischfett, der über Nacht nicht etwa verschwunden war, sondern sich festgesetzt, in die Wände gefressen und die Dichte von Nebel angenommen hatte.

Natalja saß in der Küche, bereits vollständig angezogen.

Sie trug ihren einzigen anständigen Mantel, und neben ihr stand ein alter, abgewetzter Rollkoffer.

Ganz ruhig trank sie Kaffee aus eben jener Tasse mit dem dunklen Belag und blickte aus dem Fenster, hinter dem ein grauer Morgen dämmerte.

Sergej stürzte, ohne seine Frau anzusehen, zum Türrahmen, an dem der weiße Kleidersack hing.

Mit zitternden Händen zog er den Reißverschluss auf und steckte den Kopf hinein, zu der „italienischen Spitze“.

Sekunden später fuhr er zurück, als hätte ihn der Schlag getroffen.

Sein Gesicht wurde aschgrau.

— Du… du hast es getötet, — flüsterte er und sah Natalja mit vor Entsetzen geweiteten Augen an.

— Das Kleid.

Es stinkt wie eine Bahnhofskneipe!

Es hat sich vollgesogen!

Jeder einzelne Faden!

Er stürzte auf Natalja zu und schlug ihr die Tasse aus der Hand.

Heißer Kaffee spritzte auf ihren Mantel, doch sie zuckte nicht einmal zusammen.

Sie wandte nur langsam den Blick zu ihrem Mann, der vor Wut und Panik bebte.

— Das ist das Ende…

Ira bringt mich um, — murmelte Sergej und raste durch die enge Küche.

— Reinigung!

Sofortige chemische Reinigung!

Wir haben noch drei Stunden bis zur Auslösung.

Wo ist das Geld?

Natascha, gib das Geld für das Geschenk her!

— Es gibt kein Geld, — antwortete Natalja gleichgültig und wischte den Fleck auf ihrem Mantel mit einer Serviette ab.

Sergej erstarrte.

Seine Augen liefen blutrot an.

— Wie bitte, es gibt kein Geld?

Achtzigtausend!

Du hast gestern Gehalt und Prämie bekommen!

Wag es nicht, mich anzulügen, du Bestie!

Gib die Karte her, sofort!

Das Kleid muss in eine VIP-Reinigung, die ziehen uns bei der Eile drei Häute ab, aber wir schaffen es noch!

— Ich habe gesagt — es gibt kein Geld, — Natalja stand auf.

Jetzt blickte sie auf ihn herab, obwohl sie kleiner war.

In ihrem Blick lag so viel eisige Verachtung, dass Sergej unwillkürlich einen Schritt zurückwich.

— Ich habe damit meine Schulden bezahlt.

Und ich habe mir ein Zimmer gemietet.

Ein richtiges, trockenes Zimmer in einer Wohnung, in der es nicht nach Schimmel und Fäulnis riecht.

Und den Rest habe ich für ein Taxi ausgegeben, das in fünf Minuten kommt.

— Du… du gehst?

— Sergej rang nach Luft vor Empörung, sein Verstand weigerte sich, diese Information anzunehmen.

— Heute?

Am Hochzeitstag meiner Schwester?

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