— Meine Schwester braucht eine prachtvolle Hochzeit, sie heiratet nur einmal!

Und die Hypothek nehmen wir später auf, du wartest eben noch ein Jahr in dieser gemieteten Bruchbude!

— Wo sind die zwei Millionen geblieben?

 

Natalja schrie nicht.

Ihre Stimme war versagt und hatte sich in ein trockenes, die Kehle kratzendes Flüstern verwandelt, während sie auf den Bildschirm ihres Smartphones starrte.

Die Zahl „0,00“ auf dem Sparkonto leuchtete unnatürlich hell und brannte sich in ihre Augen.

Sergej, der in ausgeleiertem Haus-T-Shirt am Küchentisch saß, verschluckte sich nicht einmal an seinem Tee.

Langsam biss er ein Stück von seinem Brot mit billiger Wurst ab, kaute gründlich und hob erst dann den schweren, herausfordernden Blick zu seiner Frau.

In der Küche roch es nach feuchtem Putz und nach jener speziellen Moderigkeit, mit der sich Dinge in Erdgeschosswohnungen mit schlechter Belüftung vollsaugen.

— Ich habe sie Ira überwiesen, — antwortete er ruhig, als würde er mitteilen, dass er Brot gekauft habe.

— Sie musste die Anzahlung für das Restaurant „Versailles“ leisten und den Hochzeitskorso bestellen.

Du weißt doch, da gibt es Wartelisten für ein halbes Jahr im Voraus, wir haben uns gerade noch irgendwie dazwischenschieben können.

Natalja spürte, wie der kalte, klebrige Boden unter ihren Füßen schwankte.

Sie stützte sich mit der Hand an der Wand ab, und ihre Finger ertasteten sofort eine feuchte, sich ablösende Stelle der Tapete.

Genau die Stelle, die sie im letzten Monat mit Klebeband geflickt hatten, weil der Vermieter sich geweigert hatte, etwas zu reparieren.

— Du hast… alles überwiesen?

— fragte sie nach und spürte, wie in ihrer Brust ein eisiger Klumpen wuchs.

— Serjoscha, das war die Anzahlung.

Fünf Jahre.

Fünf Jahre lang sind wir nicht ans Meer gefahren.

Ich laufe in Winterstiefeln herum, deren Sohlen auseinanderfallen, und klebe sie mit Sekundenkleber zusammen.

Wir haben leere Nudeln gefressen, damit wir in diesem Frühjahr eine Hypothek aufnehmen können.

Sergej stellte die Tasse mit einem Krachen auf den Tisch.

Der Tee schwappte auf die Wachstuchtischdecke, aber er griff nicht einmal nach einem Lappen.

— Hör auf zu jammern!

— brüllte er, und sein Gesicht lief augenblicklich vor Bosheit rot an.

— Schon wieder fängst du mit deiner Leier an.

— Begreifst du überhaupt, was du getan hast?!

— Meine Schwester braucht eine prachtvolle Hochzeit, sie heiratet nur einmal!

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