Wenn Sie nach einem kräftigen Regenguss durch ein Waldgebiet spaziert sind und dabei etwas auf dem Boden entdeckt haben, das aussah, als käme es aus einem Science-Fiction-Film – ein rissiges, gummiartiges „Ei“, das sich entfaltete und eine hohe, ungewöhnliche Struktur enthüllte – dann sind Sie möglicherweise einem Stinkmorchelpilz begegnet.
Der wissenschaftlich als Phallus impudicus bekannte und oft einfach nur Stinkmorchel wird dieser bemerkenswerte Pilz mit seinem bizarren Aussehen, seinem rasanten Wachstum und seinem intensiven Geruch zu einem viel beachteten Ruf gemacht. Viele bezeichnen ihn deshalb als „eines der furchterregendsten Dinge der Natur“. Doch hinter dem Schockeffekt verbirgt sich ein faszinierender Organismus mit einer wichtigen Rolle im Ökosystem.
Ein Lebenszyklus, der mit einem mysteriösen „Ei“ beginnt
Die Geschichte des Stinkmorchels beginnt auf unerwartete Weise. Bevor der Pilz jemals aufrecht steht, existiert er als runde, gummiartige Struktur, die als „Hexenei“ bezeichnet wird.
Sanft in Erde, Mulch oder Gras eingebettet, ähnelt dieses frühe Stadium eher einer biologischen Kapsel als einem Pilz. Im Inneren befindet sich ein gallertartiger Kern und die Anfänge des ausgewachsenen Pilzes, eng zusammengefaltet wie ein kunstvolles Origami, das darauf wartet, sich zu entfalten.
Man vergleicht es oft mit etwas aus einem Fantasy-Roman – eine Kuriosität, die man eher auf einem anderen Planeten vermuten würde als in einem ruhigen Hinterhof oder Wald.
Dann, oft innerhalb weniger Stunden, beginnt die Verwandlung.
Das Ei platzt spektakulär auf und gibt einen wachsenden Stiel frei, der mit überraschender Geschwindigkeit in die Höhe schießen kann. Manche Stinkmorcheln wachsen an einem einzigen Morgen mehrere Zentimeter und gehören damit zu den am schnellsten wachsenden Pilzen überhaupt.
Kein Wunder, dass Wanderer ungläubig stehen bleiben und überzeugt sind, sie müssten sich das nur einbilden.
Der Geruch, der sie berühmt machte
Der Anblick eines Stinkmorchels mag erschreckend sein – doch sein Geruch ist noch einprägsamer.
Sobald der Pilz ausgewachsen ist, verströmt er einen sehr charakteristischen Geruch, der von vielen Menschen als an verrottendes Fleisch oder verrottendes organisches Material erinnernd beschrieben wird.
Doch dieser Duft ist kein Fehler – er ist eine geniale Strategie.
Die meisten Pilze sind auf den Wind angewiesen, um ihre Sporen zu verbreiten. Stinkmorcheln hingegen machen es anders. Ihre Hüte bilden einen klebrigen Belag, die sogenannte Gleba , die voller Sporen ist und diesen unverwechselbaren Geruch verströmt.
Der Geruch lockt Fliegen, Käfer und andere Insekten an, die normalerweise nach verrottendem Material suchen. Wenn sie auf der Gleba landen, haften die Sporen an ihren Körpern. Die Insekten fliegen dann davon und tragen unwissentlich die nächste Generation von Stinkmorcheln mit sich.
Was uns unangenehm erscheint, ist in Wirklichkeit ein fein abgestimmter Überlebensplan.
Seltsame Blicke, heftige Reaktionen und ein hilfreicher Zweck
Der hohe, manchmal bizarr geformte Stiel des Stinkmorchels – zusammen mit seinem schleimbedeckten Hut – hat ihm farbenfrohe Spitznamen wie „Teufelsei“, „Leichenpilz“ und „Zombiepilz“ eingebracht. Sein plötzliches Erscheinen nach Regenfällen und sein ungewöhnliches Wachstumsmuster haben ihn auch zu einem häufigen Star in viralen Fotos und Videos im Internet gemacht.
Doch trotz ihres spektakulären Aussehens erfüllen Stinkmorcheln einen wichtigen Zweck. Sie sind saprophytisch , das heißt, sie helfen beim Abbau von Laub, Holz und organischen Abfällen.
Indem sie Nährstoffe in den Boden zurückführen, fördern sie gesunde Waldböden und ein üppiges Pflanzenwachstum. Auf ihre ganz eigene, ungewöhnliche Weise tragen Stinkmorcheln zum reibungslosen Funktionieren von Ökosystemen bei.
Sind Stinkmorcheln gefährlich?
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