Touristen wollen von winzigen europäischen Dörfern nur eines - den Einheimischen reicht es

Pienza: Das toskanische Dorf, das der Käse überrollt

Das reizvolle toskanische Dorf Pienza ist berühmt für seine revolutionäre Stadtplanung der Renaissance. Doch heute lockt nicht der mustergültige Hauptplatz. Viele kommen wegen des berühmten Pecorino-Käses.

Besonders Tagesausflügler überfluten den winzigen Ort, der ebenfalls zum UNESCO-Welterbe gehört. Die Kommune kämpft mit den schieren Mengen. Einheimische fühlen sich verdrängt: Käse- und Souvenirläden für Touristen nehmen Raum ein, für Apotheken und andere Versorgung bleibt weniger Platz.

Duomo und Palazzo Piccolomini, Pienza, Toskana, Italien
Duomo und Palazzo Piccolomini, Pienza, Toskana, Italien urtimud.89/Pexels

Auch Restaurants haben ihre Speisekarten auf Besuchergeschmack getrimmt. Die authentische, regionale Gastronomie verliert an Profil.

Ein besonders schmerzlicher Traditionsverlust: Der historische Glockenturm bleibt zwischen 22 Uhr und sieben Uhr stumm, wegen zahlreicher Lärmbeschwerden, vor allem von Touristen.

Andere italienische Großstädte wie Venedig und Rom ergreifen Maßnahmen gegen Overtourism. Pienza hat vergleichbare Regeln bisher nicht umgesetzt.

Goathland, England: Wie ein ländlicher Bahnhof zu Harry Potters meistfrequentiertem Halt wurde

Goathland, eine kleine Ortschaft in North Yorkshire, ist in den vergangenen Jahren als Drehort für erfolgreiche Serien und Filme wie „Heartbeat“ und „Harry Potter“ berühmt geworden.

Der Bahnhof Goathland war im ersten „Harry Potter“-Film der Bahnhof Hogsmeade. Noch Jahre nach dem letzten Film zieht er Massen an. Der Hype um die neue HBO-Serie, die 2027 kommt, treibt die Zahlen zusätzlich nach oben.

Die Folge: überfüllte Straßen, überlastete Infrastruktur und viele Autos, die mangels Platz illegal parken.

Gemeinschaftsflächen werden von Besuchern okkupiert, Läden verändern ihr Angebot, in der Natur liegt mehr Müll. An Hotspots wie dem Aidensfield-Arms-Drehort bilden sich lange Schlangen für Fotos. Viele Einheimische fühlen sich verdrängt.

Der Rat von North Yorkshire hat keine spezifischen Overtourism-Maßnahmen für Goathland beschlossen. In der Region setzt er jedoch strategische Destination-Management-Pläne (DMP) um. Sie sollen nachhaltiges Wachstum fördern und die Folgen steigender Besucherzahlen steuern.

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