Touristen wollen von winzigen europäischen Dörfern nur eines - den Einheimischen reicht es

Mont-Saint-Michel, Frankreich: Eine mittelalterliche Insel, die endlose Pilger anzieht

Mont-Saint-Michel, eine kleine Gezeiten-Insel und Gemeinde in der Normandie, ist ein weiteres UNESCO-Welterbe, das durch Overtourism stark unter Druck geraten ist.

Als bedeutender Ort der Pilgerfahrt und als historisches Wahrzeichen bietet die Insel eine grandiose Bucht, einzigartige Architektur und die höchsten Gezeiten Europas.

Doch virale Posts und Serienhits wie „Lupin“ haben den Ort zu einem Kultziel gemacht. Er zieht jährlich rund drei Millionen Besucher an.

Die Insel Mont-Saint-Michel in der Normandie, Frankreich
Die Insel Mont-Saint-Michel in der Normandie, Frankreich Matt Hardy/Pexels

Das überfordert die engen mittelalterlichen Gassen, führt zu Staus bei den Shuttle-Bussen und setzt weitere Infrastruktur unter Druck.

Auch das Besuchserlebnis leidet. Unzählige Souvenir-Läden, lange Schlangen und dichte Menschenmengen erzeugen das Gefühl eines Freizeitparks und beschleunigen Schäden an empfindlicher Bausubstanz.

Die Regierung prüft Buchungssysteme, Besucherobergrenzen und Drehkreuze, um den Zustrom besser zu steuern. Touristen sollen außerdem zu Randzeiten kommen, etwa vor zehn Uhr und nach vier Uhr, oder in der Nebensaison. Anreize sind etwa günstigeres Parken außerhalb der Spitzenzeiten.

Kinderdijk, Niederlande: Wo Windmühlen aus dem 18. Jahrhundert moderne Besuchermassen anziehen

Auch dieses UNESCO-Welterbe: Das winzige Dorf Kinderdijk ist stark vom Overtourism betroffen.

Berühmt für seine niederländischen Windmühlen aus dem 18. Jahrhundert: Das Dorf mit nur 60 ständigen Einwohnern wird jährlich von 600.000 Besuchern überrannt, viele kommen von Kreuzfahrtschiffen.

Bewohner klagen über respektloses Verhalten: Sie werden für Fotos beiseite gebeten, Fremde betreten private Gärten und behandeln Wohnhäuser wie Instagram-Kulissen.

Das erschwert nicht nur den Alltag, es belastet auch die Infrastruktur und gefährdet die Authentizität des Ortes.

Engpässe an beliebten Stellen dürften sich weiter verschärfen: Die Stiftung Kinderdijk World Heritage plant mehr Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe und steigende Besucherzahlen. Das stößt auf heftigen Widerstand. Viele Einheimische fühlen sich übergangen und von den Plänen ausgeschlossen.

Als Gegenreaktion organisieren Anwohner Proteste und erinnern Besucher über soziale Medien sowie „höfliche Postkarten“ daran, Rücksicht auf Overtourism zu nehmen.

Das Dorf verbietet Reisebusse und Wohnmobile im Zentrum und hat die Bußgelder erhöht. Für Drohnenaufnahmen sind nun Genehmigungen nötig, um die Privatsphäre der Bewohner zu schützen.

Dennoch ist der Ort stark auf Einnahmen aus dem Tourismus angewiesen, um seine historischen 19 Windmühlen zu erhalten und zu pflegen. Das schafft einen Zielkonflikt zwischen Besucherlenkung und Bewahrung.

For complete cooking times, go to the next page or click the Open button (>), and don't forget to SHARE with your Facebook friends.

För fullständiga tillagningssteg, gå till nästa sida eller klicka på Öppna-knappen (>), och glöm inte att DELA med dina Facebook-vänner.