Plötzlich tauchen bei VW sechs Milliarden Euro auf

Von null auf sechs Milliarden Euro: Volkswagen überrascht mit einem drastisch höheren Cashflow. Während die operative Marge schwach bleibt, eröffnet die neue Liquidität Spielraum für Boni, Dividenden und bessere Ratings.
In Wolfsburg geht derzeit eine andere Maschine auf Hochtouren als das Fließband: der Taschenrechner. Während im operativen Geschäft gebremst, gespart und umgebaut wird, taucht in der Konzernrechnung plötzlich ein Milliardenpolster auf. Sechs Milliarden Euro freier Cashflow – vor Kurzem noch undenkbar, jetzt Realität.

Im Herbst klang es nämlich noch düster. VW-Finanzvorstand Arno Antlitz ließ mitteilen, für 2025 werde „rund 0 Milliarden Euro“ freier Netto-Cashflow erwartet. Die neue Zahl verändert nun die Lage spürbar. Denn wenn eine zentrale Zielgröße deutlich besser ausfällt als erwartet, beruhigt das nicht nur Investoren. Es wirkt sich auch auf die variablen Vergütungskomponenten in der Vorstandsetage aus.

Das „Bonus-Wunder“ bei Volkswagen hat zwei Wahrheiten
Wer auf die Ertragslage blickt, sieht ein Unternehmen im Belastungstest. Die operative Marge liegt mit gut zwei Prozent auf einem Niveau, das für einen Industriekonzern dieser Größe nicht ausreicht. China schwächelt, Europa bleibt teuer, Modellanläufe verzögern sich, Softwareprojekte kosten Zeit und Geld.

Doch die Liquiditätsrechnung erzählt eine andere Geschichte. Im Autogeschäft fließt nach Investitionen wieder substanziell Geld zu. Der Automotive-Bereich verfügt zudem über eine hohe Netto-Liquidität – ein finanzielles Polster, das in einer Phase strategischer Neuaufstellung entscheidend ist.

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