Unwetter in der Region
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes zogen in den frühen Abendstunden unwetterartige Gewitter über die Region. Lokal seien in kurzer Zeit 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter gefallen, sagte Meteorologe Dominik Smieskol in München.
- Wiees zu dem Unglück kam, sei derzeit noch unklar, sagte auch ein Sprecher der Bundespolizei. Nach Angaben der Kreisbrandmeisterin Charlotte Ziller könnte unter anderem ein Erdrutsch eine Ursache gewesen sein. Weiteres sei Gegenstand der Untersuchungen der Polizei
In dem betroffenen Zug der Linie RE 55 saßen rund 50 Menschen, wie Ziller dem ZDF in der Nacht mitteilte. Zunächst war die Polizei aufgrund üblicher Passagierzahlen auf dieser Verbindung von rund 100 Passagieren ausgegangen.
Wir hatten heute wohl auch etwas Glück, dass da nur rund 50 waren.
Charlotte Ziller, Feuerwehrsprecherin
Die Rettung der Personen sei mittlerweile abgeschlossen, sagte Ziller. Sie würden in Krankenhäusern entsprechend versorgt und untergebracht.
Die Generalsanierung der Deutschen Bahn sollte bis Ende 2030 fertig sein, jetzt wird sie wohl bis 2036 dauern. Das nächste große Projekt ist die Strecke zwischen Hamburg und Berlin.
Einsatz mit Rettungshubschraubern
Der Regionalexpress war von Sigmaringen nach Ulm unterwegs, als gegen 18:10 Uhr in der Nähe des Riedlinger Stadtteils Bechingen den Angaben zufolge mindestens zwei Waggons entgleisten. Der Unfallort liegt rund 45 Kilometer südöstlich von Ulm.
Am Unfallort waren mindestens vier Rettungshubschrauber im Einsatz. Auch Einheiten des Bayerischen Roten Kreuzes unterstützen im Nachbar-Bundesland. Weitere Einheiten könnten bei Bedarf nach Baden-Württemberg verlegt werden, hieß es in einer Mitteilung.
Innenminister an Unglücksstelle
Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) kam am Abend zur Unfallstelle. Er wolle sich einen Eindruck von den Rettungsarbeiten machen, sagte sein Sprecher. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) erklärte:
Ich bin erschüttert von dieser tragischen Nachricht. Mein tief empfundenes Beileid gilt den Angehörigen der Opfer.
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg
Allen Verletzten wünsche er "eine rasche und vollständige Genesung". Das gesamte Ausmaß des Zugunglücks sei derzeit noch nicht vollständig absehbar, aber man tue alles "in unserer Macht Stehende, um die Rettungskräfte zu unterstützen und die Ursachen des Unglücks umfassend aufzuklären".
Im ersten Halbjahr waren mehr als ein Drittel der Fernzüge zu spät - damit verfehlt die Bahn erneut ihr Pünktlichkeitsziel. Als unpünktlich gilt eine Verspätung ab sechs Minuten.
Bahnverkehr auf betroffener Strecke eingestellt
Die Deutsche Bahn teilte am Abend mit, sie sei tief bestürzt über die Zugentgleisung mit mehreren Toten. Sie unterstütze die Behörden bei den Ermittlungen. Auf der Internetseite der Bahn informierte der Konzern, dass der Bahnverkehr zwischen Munderkingen und Sigmaringen eingestellt sei.
Über die Dauer der Sperrung lagen den Angaben nach zunächst keine Informationen vor. Fahrgäste zwischen Ulm und Munderkingen sollten Züge des Bahnunternehmens SWEG nutzen, hieß es.
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