Tiere drohten in Regenauslauf-Bauwerk zu ertrinken
Im Januar hatten sich zunächst Dutzende Tiere im Tempelhofer Hafen eingefunden. Wegen des starken Frosts sind zurzeit viele Gewässer mit einer Eisschicht bedeckt. Kormorane sammeln sich daher vielerorts an nicht zugefrorenen Flüssen oder offenen Hafenbecken, um dort nach Fischen jagen zu können.
Wie Bezirksstadträtin Ellenbeck am Freitag mitteilte, meldeten Hafenarbeiter am 12. Januar dann ungewöhnliche Geräusche aus den Schächten der Regenkanäle. In einem Regenauslauf-Bauwerk der Hafenanlage wurden daraufhin die Vögel entdeckt.
Sie waren vermutlich, auf der Suche nach Fischen, unter Wasser ihrer Beute in das Bauwerk gefolgt. Nach dem Auftauchen hätten viele Kormorane dann vermutlich nicht mehr zurückgefunden. Da die Tiere in der Anlage aufgrund mangelnder “Sitzplätze” ihre Federn nicht trocknen konnten, seien sie schnell in Gefahr geraten, zu ertrinken.
Das Gefieder von Kormoranen ist weniger wasserabweisend als das anderer Wasservögel. Dadurch können sie besser tauchen, weil der Auftrieb nicht so stark ist – sie müssen aber zwischendurch die Federn trocknen.
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