
Mit Blick auf sinkende Anmeldezahlen dämpfte Schnieder bereits Erwartungen an eine schnelle Reform: „Es lohnt sich nicht abzuwarten, sondern wer den Führerschein machen will, der soll es jetzt machen“, sagte er im Januar in der ARD. Bei einer Verständigung mit den Ländern gehe man im Laufe des Jahres ins Gesetzgebungsverfahren.
Viel weniger Anmeldungen
Der Rückgang sei vor allem in größeren Städten „beträchtlich“, sagte Bartels. „Manche Fahrschulen haben ein Minus von 50 bis 70 Prozent, andere haben gar kein Minus.“ Auf dem Land seien die Zahlen stabil, weil der Führerschein dort besonders wichtig sei. Von einem Stadt/Land-Gefälle berichten auch andere Fahrlehrverbände.
Zum Teil deutlich sinkende Zahlen melden auch andere Fahrlehrerverbände. So ist in Sachsen-Anhalt die Rede von Einbrüchen von bis zu 70 Prozent. Joachim Einig, Vorsitzender des Fahrlehrerverbandes Rheinland mit Sitz in Koblenz sagte, nach der Ankündigung Schnieders im vergangenen Herbst seien die Anmeldezahlen und laufende Ausbildungen in vielen Fahrschulen um mehr als 50 Prozent eingebrochen. Rund 70 Prozent der Fahrschulen seien davon nach einer Mitgliederumfrage betroffen.
Auch andere Gründe
Neben dem „Schnieder-Effekt“ gibt es noch andere Grüne für die sinkende Zahl von Anmeldungen neuer Fahrschüler. „Wir beobachten bereits seit Beginn des Jahres 2025 einen deutlichen Rückgang der Anmeldezahlen in den Fahrschulen des Landes“, sagte Jochen Klima, Vorsitzender des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg. Dieser Rückgang sei in erster Linie auf die schlechte wirtschaftliche Lage im Land zurückzuführen. Das führe aus Sicht des Verbands dazu, dass etliche potenzielle Führerscheinbewerber – und deren Eltern – die Ausgabe für eine Fahrausbildung derzeit auf die lange Bank schieben.
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